Dank des Blogs können wir aktuelle Einblicke in unsere Werkstatt,
woran wir arbeiten, was wir probieren und rund um unser Stricken und Schaffen geben.
Ein Blick hinter die Kulissen also, nicht nur auf die fertigen Werkstücke, wie sie unter Werkstücke & Galerie zu sehen sind,
sondern auch Zwischenschritte, neue Ideen und Versuche.
Viel Spaß beim Lesen!
Was ist bei den unten folgenden Bildern der Unterschied?
A) gleicher Pullover, anderes Kind
B) gleiches Kind, anderer Pullover
C) gleiches Kind, gleicher Pullover, aber das Jahr ist anders
Juhu, er passt!
Noah war einer der 2 Hunde dessen Besitzerin zu Gunsten des Freundeskreis BrunoPet e.V. einen maßgeschneiderten Hundepullover ergattert hat
und nun habe ich die Rückmeldung + Beweisfotos, ob mein Versuch gelungen ist.
Eigentlich war es "nur" unser Familienurlaub, nur wir 4 + unsere 2 Hunde, allein unterwegs mit einem Planwagen durch die Uckermark.
Da wir aber erst Ende Oktober diesen Urlaub machen konnten, mussten wir auch mit ungemütlichem Wetter rechnen und haben daher unter anderem so einige unserer Stricksachen eingepackt, zum Glück - denn es war schon sehr, sehr herbstlich. So wurde der Familienurlaub auch gleich eine gute Gelegenheit die Stricksachen im Alltag zu fotografieren.
Allem voran wollte ich etwas für den Freundeskreis BrunoPet e.V., der sich der Tierschutzarbeit in Rumänien verschrieben hat, tun und kam auf die Idee, einen Hundepullover nach Maß zu versteigern. Der Höchstbietende bekommt einen Pullover für seinen Hund und der Erlöß der Versteigerung geht zu 100 % an Bruno Pet.
Netter Nebeneffekt für mich, dass ich das Projekt "Hundepullover stricken" endlich in Angriff nehme und meine Ideen dazu ausprobieren kann.
Artgerecht und natürlich ist nicht gleich „Bio“
Für mich ist nicht nur beim Stricken der „Biogedanke“ wichtig - woher ein Produkt oder ein Rohstoff kommt, wie dieser entstanden ist und wie belastet dieser ist.
Daher bieten wir für alle Interessierten, neben unseren Strickstücken aus Garnen aus konventioneller Herstellung, auch Werkstücke aus „ökologischer Wolle“ an.
Das tolle am bunten Pulloverkleid Madlen ist, dass es viele Möglichkeiten der Variation bietet.
So entstand nun auf Kundenwunsch Madlen mit einem hohen Kragen, damit der Hals stets schön warm verpackt ist.
man nehme:
1. ein altes Lieblingsstück
> den Pullover hat Oma vor bestimmt 30 Jahren für meinen Vater gestrickt, aus lauter Garnresten. Irgendwann landete dieser dann in meinem Kleiderschrank. Er ist der bequeme gemütliche für alle
Fälle und vor allem unverwüstlich.
Ich trage ihn gerne abends auf der Couch, genauso wie bei der Stallarbeit.
Nun standen wir da, mit der Lieferung der ökologischen Wolle vom Mellerschten Schafhof und hatten die Qual der Wahl, was man nun aus all den tollen Garnen machen kann.
Wir haben es nicht überstürzt und in Ruhe überlegt, welches Garn wofür geeignet ist. Manche Garne sind sehr weich, andere sehr ursprünglich und somit etwas kratzig und somit eher als Oberschicht geeignet; auch die dicke der Wolle ist ein wichtiger Aspekt.
Die ersten Sachen können sich schon sehen lassen wie wir finden.
Es sind alles Testläufe, ich habe auch einige Male getrennt, geflucht und mit erneutem Eifer Neues versucht,
aber mit diesen 2 "Experimenten" bin ich sehr zufrieden.
Stets im Hintergrund, aber ohne sie geht nix...
... unsere Spulmaschine.
Bisher namenslos, aber ich glaube, ich werde sie Lieselotte oder Heiner taufen.
Diese Spulmaschine erwarb meine Urgroßmutter, die erste strickende Generation also, um 1955. Geliefert wurde sie ohne Aufbauanleitung und so standen Uropa und seine Tochter, beide zum Glück technisch bewandert, vor den vielen Einzelteilen.
Aber immerhin, es standen 1en und 2en an den Teilen. Aber wofür?
Eigentlich wollte ich nur schnell die fertige Babydecke (extra groß) fotografieren, ehe sie auf Reisen zu ihrem Besitzer geht...
[keine Sorge an alle Nichthundehalter: hier werden nicht alle Strickstücke den Hunden zum Testen hingelegt. Die Kundin der Decke ist selber Hundehalterin und mir sehr gut bekannt. ;) ]
Da wir beide, Oma und ich, begeisterte Wanderer und generell Outdoorsportler sind, muss natürlich auch für alle Reisen eine Stricklösung her - während des Wanderns oder abends in der Hütte, am Feuer oder im Schlafsack, manchmal fehlt einfach noch etwas, damit einem angenehm warm ist.
Unser extra leichter Pullover wiegt gerade mal 130 g (Größe 38 -42) und passt somit immer noch mit ins Gepäck, den Tourenrucksack oder doll geknüllt in die Jackentasche.
Und da sich das Teil auch praktisch beweisen sollte schickten wir ihn zu einem Testlauf in die Alpen. Auf 3000 m Höhe war er ein toller Begleiter und bewies seine Qualitäten.
Danke Maria fürs Testen und die tollen Bilder!
Die Idee war ein Rock, den man auf einen Gürtel aufzieht, so das er vorne offen ist - zu tragen über einer Hose oder Leggins oder ähnlichem.
In meiner Vorstellung sollte er auch so "Zipfel" unten haben, leicht sein und vor allem schön schwingen.
Die Umsetzung entspricht schon ziemlich dem, was ich mir vorgestellt habe, eventuell etwas kürzer und mit mehr "Zipfeln".
Und nun ist noch die Frage, ob man den Rock denn so vorne offen auch trägt oder ob ich ihn am Ende vorne doch schließe und statt Gürtel verstellbares Gummiband einziehe.
Vielleicht noch an jeden Zipfel unten ein Glöckchen.
Wenn einem der ökologische Aspekt im Leben erst einmal wichtig geworden ist, dann kommt man davon nicht mehr los.
So war es nicht verwunderlich, dass auch jetzt zu Beginn meiner Strickerei, mir der Gedanke an Biowolle keine Ruhe ließ und es kam zu so einigen Stunden vor dem Laptop, Internetrecherche und Ernüchterung.
Wussten Sie, dass nur 1 % der Weltwollproduktion Biowolle ist?
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